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 sein, weil sie sich so alleine gefühlt hat. Das hat mich sehr berührt und verunsichert. Für mich gab es sehr wenige Tage in Sambia, an denen ich keinen Kontakt zu Gleichaltrigen und mich alleine gefühlt hatte. <o:p></o:p></p><p class=MsoNormal>Viele der Freiwilligen kommen aus Familien (Evans mal ausgenommen), die keine großen finanziellen Ressourcen zur Verfügung haben und die Zukunftsperspektive in Sambia ist sehr teuer, da Ausbildung dort mehr Geld kostet, als hier bei uns. Es ist sehr verständlich, dass sie sich Geld ansparen wollen, um einen Computer anzuschaffen, der fundamental wichtig ist für ein Studium. Ebenso finde ich es völlig legitim, dass sambische Freiwillige die Idee bekommen könnten, hier in Deutschland bleiben zu wollen. Hier möchte ich anmerken, dass ich eure Meinung teile, dass es nicht über die Gastfamilien laufen darf und auch wir kein Image nach außen erhalten, dass wir die Brücke nach Europa sind. Aber auch darum geht es mir hier nicht. Es geht um die völlig berechtigte Idee, sich hier eine Zukunft aufbauen zu wollen (ich habe ja auch die Idee, dass ich gerne nochmal in Sambia leben möchte und mich hält auch keiner zurück – mich wird in Sambia jeder Willkommen heißen- ganz nach dem Motto Ubuntu). Ich spüre immer wieder Spannungen in unserem Team, wenn es um dieses Thema geht. Ich verstehe bis heute nicht warum. Denn wenn wir es jetzt auch wieder auf die politischen Weltthemen beziehen, dann sind die Nordländer und der Kapitalismus auch daran Schuld, dass eine Migration stattfindet und die lokalen Strukturen zerstört werden – von daher finde ich diese Vorstellung mehr als legitim sich hier eine Zukunft aufbauen zu wollen, um später nach Sambia zurückzugehen oder zwischen beiden Kontinenten zu leben und so die finanziellen Ressourcen zurückzubringen. Und dazu kommt noch die Tatsache, dass junge Menschen im Alter von 19 so viele Ideen und Energien haben, die wir doch unterstützen sollten. Es gibt eine andere Organisation in Limburg, die auch einen Austausch mit Sambia hat, auch mit der Unterbringung in Gastfamilien. Sie unterstützen sogar die Freiwilligen darin, sich in Deutschland für einen Studienplatz in „interkultureller/internationaler Zusammenarbeit“ zu bewerben. <o:p></o:p></p><p class=MsoNormal>Zur Position meines Nachfolgers Evans: <o:p></o:p></p><p class=MsoNormal>Evans ist ein Segen für den Verein, weil er die andere Perspektive, die migrantische, die Schwarze (eine Begriff der politischen Eigenbezeichnung von Schwarzen Menschen), die frische und junge Perspektive miteinbringt, die der Verein so dringend braucht. Er ist in Sambia aufgewachsen, hat den Freiwilligendienst gemacht und kennt sich in beiden Gesellschaften aus, gerade was den Umgang mit interkulturellen Vorurteilen und möglichen Diskriminierungen angeht. Besser geht es gar nicht. Es gibt noch mehr Personen in der sambischen Community, die sich vielleicht engagieren möchten. Keith Hamaimbo, den ihr ja auch gut kennt, kann bestimmt auch noch Kontakte herstellen. Es gibt auch eine (Whats App) Gruppe der sambischen Community, die jedes Jahr Veranstaltungen organisieren. Das wäre auch eine gute Gelegenheit unsere sambischen Freiwilligen in Kontakt zu bringen (Evans hat vllt auch schon davon berichtet und den Kontakt). <o:p></o:p></p><p class=MsoNormal>Ich komme zum Schluss: ich kann den sambischen Freiwilligendienst so nicht mehr betreuen, weil das Konzept und die Realität nicht übereinstimmen. Wir müssen uns selbst reflektieren und an uns arbeiten.  Und wie ihr alle auch wisst, ist der ewe für mich ein Herzensprojekt, auch in Zukunft. Ich schließe nicht aus, nach Abschluss meines Masterstudiums zurückzukommen und wieder eine Aufgabe zu übernehmen. Aber eben unter der Voraussetzung, dass wir gemeinsam an unseren persönlichen Einstellungen arbeiten und andere Wege finden, wie wir unsere sambischen Freiwilligen hier vor Ort im Sinne von Ubuntu unterstützen. <o:p></o:p></p><p class=MsoNormal>Anbei hänge ich euch noch eine meiner Hausarbeiten an, die ich zum Thema Critical Whiteness geschrieben habe. Die ist ganz gut gelungen. <o:p></o:p></p><p class=MsoNormal>Ich freue mich über Rückmeldungen. <o:p></o:p></p><p class=MsoNormal>Bleibt gesund und alles Liebe aus Köln <br>Nina <o:p></o:p></p><p class=MsoNormal><o:p> </o:p></p><p class=MsoNormal><o:p> </o:p></p><p class=MsoNormal><o:p> </o:p></p><p class=MsoNormal><o:p> </o:p></p></div></body></html>